Digitale Dunkelkammer: Alles für Fotoverwaltungen

27 01 2008

Noch vor ein paar Jahren hatten Hobbyfotografen mit Papierbildern zu kämpfen. Heute müssen sie ihre Datenberge sortieren. Gratis-Programme und Software zum Kaufen helfen beim Bearbeiten der Digitalfotos und bieten Datenbankfunktionen.

Sie erleichtern die Verwaltung der manchmal riesigen Datenmengen. „Die meisten Programme haben sehr gute Stapelfunktionen und Bilddatenbanken”, sagt Werner Lüttgers von der Zeitschrift „Color Foto” aus München. Meist gehört ein Browser dazu: zum Anschauen oder Vergrößern. Die Gratis-Erweiterung „Photo Toolkit” etwa ermöglicht mit der „Windows Bild- und Faxanzeige” einfache Bearbeitungen.Es geht vieles automatisch

„Dann geht es darum, die Fotos möglichst schnell zu sortieren und umzubenennen”, sagt Klaus Vogel von der DV Photoakademie in Ludwigsburg. Die nötige „Batch”-Funktion bringen sowohl Kauf- als auch Gratis-Programme wie „Irfan View” oder „Photomeister” mit. „Auf den Speicherkarten werden die Bilder immer unter denselben Namen gespeichert - man muss sie umbenennen, um die Übersicht zu behalten.”

Die für Privatnutzer gedachten abgespeckten Versionen von Software wie Photoshop Elements von Adobe oder Corel Paint Shop Pro Photo X2 bieten eine Fülle an Möglichkeiten, Bilder zu bearbeiten. Etwa 80 bis 100 Euro kosten die als Vorreiter geltenden Programme. Günstiger sind Titel wie der „Magix Digital Foto Maker” (40 Euro) oder „Ulead Photoimpact” (70 Euro).

Häufig genutzt werden aber nur wenige der Möglichkeiten, die die Programme bieten: „Die meisten Hobbyfotografen machen nicht viel Bildbearbeitung”, sagt Lüttgers. Dabei lasse sich zum Beispiel eine „wahnsinnige Verbesserung der Qualität erreichen”, wenn man sich nur mit dem Tonwertumfang beschäftigt, sagt Klaus Vogel. Ob die Bilder beschnitten werden müssen, hänge maßgeblich vom Auge des Fotografen ab. „Aber diese Grundfunktionen bringen alle Programme mit sich.”

Exakte Bearbeitung geht nur manuell

Wenn es ans exakte Bearbeiten geht, reichen Stapelfunktionen nicht mehr aus. „Dann muss man sich die einzelnen Bilder vornehmen”, sagt Vogel. An der Software scheitert es nicht. So bietet etwa der Paint Shop laut Corel eine Fülle an „automatischen Werkzeugen für schnelle Resultate bis zu präzisen Steuerelementen für Feineinstellungen”. Damit können Fotos etwa in einem „Expresslabor” bearbeitet werden.Zudem gibt es Funktionen wie „Make-up-Werkzeuge”, die zum Beispiel Zähne aufhellen können. Über digitale Wasserzeichen lässt sich die Urheberschaft eines Bildes regeln. Auch das Retuschieren von Fehlern ist bei den meisten Programmen inzwischen in wenigen Klicks erledigt.

Auch für die Präsentation der Urlaubs- oder Partyfotos stehen Hilfen bereit. Die abgespeckte Version des Photoshops etwa bietet benutzerdefinierte Layouts, die individuell angepasst werden können. Das Grafikbedienfeld hält Rahmen, Hintergründe, Grafiken und Effekte zum Aufbereiten der Bilder bereit.

Echte Diashows mit automatischen Bildfolgen allerdings können laut Lüttgers problematisch sein - wenn sie nicht am heimischen Rechner angeschaut werden. Denn es gibt kein einheitliches Format dafür. Das bedeutet, dass ein DVD-Player oder ein anderer Computer die Daten möglicherweise nicht erkennt. Dann hilft laut Vogel ein Trick: „Man kann eine Auswahl von Bildern als PDF-Datei speichern - diese kleine Datenmenge kann man einfach an eine Mail anhängen und verschicken.”

Quelle: dpa


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