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Dschungelkönig mit Känguru-Anus und Krokodilpenis

Veröffentlicht in TV,Musik & Co von berto am Januar 27, 2008

Die RTL-Zuschauer haben den schwulen Ex-Bro’Sis-Sänger Ross Antony zum neuen Dschungelkönig gewählt. Dass er ohne großes Zögern Känguru-Anus und Krokodilpenis in den Mund nahm, hat ihm letztendlich das Siegerkrönchen verschafft. Zwar musste er noch einige Zeit nach der „Fetisch-Mahlzeit“ die Anushaare des Kängurus aus den Zähnen pulen, aber mit seinem vollmundigen Engagement hat er Ex-Porno-Queen Michaela Schaffrath und Sänger Bata Illic auf die Plätze verwiesen.


Der frühere Bro’Sis-Sänger Ross Antony ist der neue Dschungelkönig. Die RTL-Zuschauer kürten den 33-Jährigen in der finalen Show am Samstagabend zum Gewinner der dritten Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Ross Antony setzte sich bei den letzten Ekelprüfungen im Camp gegen Schauspielerin Michaela Schaffrath (37) und den Sänger Bata Ilic (68) durch. Tanz-Europameisterin Isabel Edvardsson (25) war am Freitagabend ausgeschieden. Das erste RTL-Dschungelcamp hatte der Sänger Costa Cordalis gewonnen, Siegerin der zweiten Staffel war die Entertainerin Désirée Nick.

Ein Menü für die Fetisch-Fans

Ross ließ sich in seiner letzten Prüfung ein wahrhaftiges Fetisch-Feinschmecker-Menü munden. Die fünf Erdwürmer gingen ihm noch recht zügig über die Lippen, aber bei der lebenden Heuschrecke schien er den Mund doch zu voll genommen zu haben. Ordentlich durchgekaut schaffte er es dann doch. Der dritte Gang war ein lecker angebrütetes Truthahnei, einfach widerlich! Auch das wurde brav geschluckt, schließlich waren diese „Appetithäppchen“ noch harmlos im Vergleich zu dem, was als Hauptgang serviert werden sollte.

Känguru-Anus und Krokodil-Penis

Beim gekochten Känguru-Anus konnte sich Ross ein: „Seid ihr bescheuert?“ nicht verkneifen, zumal das gute Tier vor dem Kochen nicht mal rasiert worden war. Die Haare im Mund fand der angehende Dschungelkönig doch etwas widerwärtig. Weniger Probleme gab es mit dem gekochten Krokodilpenis. Mund auf, Penis rein und kräftig schlucken. Da konnte Michaela mit ihren 50 000 Kakerlaken, unter denen sie begraben wurde, nicht mehr mithalten.

Bei der Dschungelprüfung am Samstag musste Schaffrath fünf Sterne von den Wänden des Kakerlakensargs losschrauben, während 50.000 der Insekten um sie herumkrabbelten. Mit zusammengekniffenem Mund schraubte sie hektisch und löste die Aufgabe mit Bravour. „Oh, Gott, die stinken so die Teile“, waren ihre ersten Worte, als sie aus dem Sarg herauskam und die unzähligen Kakerlaken vom Körper schüttelte.

Ilic konnte dagegen nur einen von fünf Sternen mit bloßen Händen aus einem Glasterrarium mit – allerdings ungiftigen – Schlangen fischen. Ross errang wie Schaffrath alle fünf Sterne, lag aber aber letztendlich in der Zuschauergunst vorn. „Schluck, du Luder“ hatte ihm den Sieg gebracht.

Harte Angriffe gegen „Ekel-Fernsehen“Während der Sender über Traumquoten für das Dschungelcamp und die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (6,02 Millionen Zuschauer/18,8 Prozent Marktanteil) frohlockte, machten in der „Bild am Sonntag“ Prominente gegen Ekel-TV und menschenverachtende Fernsehshows mobil. Der frühere „Tagesthemen“-Moderator Ulrich Wickert wünscht sich eine gesellschaftliche Diskussion über das Phänomen, Schauspielerin Uschi Glas forderte die Landesmedienanstalten zum Eingreifen auf. „Wir sollten am Ende dieser Diskussion wieder spüren, dass der Preis für die Unterhaltung, die solche Sendungen bieten, zu hoch ist“, sagte Wickert dem Blatt. Glas argumentierte: „Die Privaten sollten nicht alles senden dürfen, nur weil das Publikum es annimmt, und sie Menschen finden, die mitmachen.“Im Dschungelcamp in Australien hatte sich unter anderem der frühere Fußball-Nationaltorwart Eike Immel von Ratten anfallen und beißen lassen. Bei „DSDS“ war ein 17-Jähriger nach einer vernichtenden Kritik vor laufenden Kameras zusammengebrochen. Moderator Jörg Pilawa, „Tatort“-Kommissar Axel Prahl und Regisseur Dieter Wedel fühlen sich an das alte Rom erinnert. „Ich warte eigentlich nur darauf, dass irgendwann Menschen vor laufenden Kameras den Löwen zum Fraß vorgeworfen werden“, wurde Pilawa in der „BamS“ zitiert. Für den Medienforscher Jo Groebel ist die Aufregung Teil des Sendekonzepts.

RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer verteidigte in der „BamS“ beide Formate: „Die Menschenwürde wird sicher an zu vielen Orten dieser Welt verletzt, aber ganz bestimmt nicht beim Casting von „DSDS“ oder im australischen Dschungel“, sagte sie. Alle Teilnehmer hätten zuvor mehrere Staffeln der Sendungen gesehen und sich selbst beworben.

Quelle: uro mit dpa

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